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FAQ RAI-System

Fragen und Antworten

FAQ RAI System

Plattformen

SaaS steht für Software as a Service und ist ein Teilbereich des Cloud Computings. Das SaaS-Modell basiert auf dem Grundsatz, dass die Software und die IT-Infrastruktur bei einem externen IT-Dienstleister betrieben und vom Kunden als Dienstleistung genutzt werden. Für die Nutzung ist keine lokale Installation mehr erforderlich, es reicht eine Internetanbindung, um den Zugriff auf die Software über einen gängigen Webbrowser herzustellen.

Durch das SaaS-Modell entfallen die Betriebskosten für eigene IT-Infrastruktur. Die komplette IT-Administration und weitere Dienstleistungen wie Wartungsarbeiten und Softwareaktualisierungen übernimmt der Betreiber der SaaS Lösung. Zudem profitiert der Kunde von der Skalierbarkeit der Lösung, d.h. ein Systemausbau infolge erhöhter Leistungsanforderungen oder Speicherplatzbedarf stellt ebenfalls der Betreiber der Lösung sicher.

Moderne SaaS Plattformen genügen auch höchsten Sicherheitsansprüchen, nicht zuletzt deshalb ist das SaaS Modell von grossem Vorteil. Die Lösung wird auch regelmässig einer Überprüfung unterzogen, um den Schutz vor unerlaubten Zugriffen dauerhaft hoch zu halten.

Auf Wunsch kann beim Setup der neuen RAIsoft.net Site des Kunden eingegrenzt werden, von wo aus der Zugriff auf die SaaS Lösung möglich ist. Standardmässig ist der Zugriff bereits über ein Geoblocking eingegrenzt.

Die Daten und die SaaS Infrastruktur liegen in einem modernen Datacenter in der Umgebung von Zürich.

Gemäss Vertrag garantiert der Betreiber eine Verfügbarkeit von 99%. Die aktuell gemessene Verfügbarkeit liegt jedoch nahezu bei 100%.

Das Grundprinzip von SaaS ist das Teilen einer gemeinsamen Plattform und die Nutzung der dadurch entstehenden Vorteile bezüglich Kosten, Sicherheit, Skalierbarkeit sowie Wartung und Weiterentwicklung. Die aktuellen Preise basieren auf diesem Ansatz. Theoretisch kann die Plattform auch intern beim Kunden aufgebaut werden, jedoch ist dieser Fall aktuell nicht vorgesehen, da es dem SaaS Ansatz widerspricht und damit sämtliche Vorteile abhanden kommen. Kunden die darauf bestehen werden beim Upgrade vorerst zurückgestellt, bis der Rollout für diejenigen Kunden abgeschlossen ist, welche die Vorteile von SaaS für sich nutzen wollen. Danach werden wir eine individuell Einschätzung der Mehrkosten für die Kunden mit dem Bedürfnis nach lokaler Installation vornehmen. Bereits klar ist, dass Q-Sys für Kunden mit lokaler Installation keinerlei Supportversprechen wie bei der SaaS Plattform wird machen können, da die Installation nicht in unserem Einflussbereich liegt.

Migration

Eine Migration erfolgt grob nach folgendem Ablauf, unterteilt in 3 Phasen:

Vorbereitung:

  1. Der Kunde fragt über das [Onlineformular] ein Angebot an
  2. BESA QSys erstellt dem Kunden ein schriftliches Angebot, welches als PDF via E-Mail zugestellt wird.
  3. Der Kunde bestätigt das Angebot formell.
  4. Der technische Dienstleister Interna kontaktiert den Kunden um die Details (u.a. den Zeitpunkt für die Umstellung und den Namen der künftigen SaaS Website) abzustimmen und allfälligen Zusatzbedarf für Schulungen einzuplanen.
  5. Interna leitet die Bereitstellung der SaaS Kundenwebseite ein und plant die übrigen Umstellungsarbeiten ein.

Durchführung:

In der Regel wird die Migration am späteren Nachmittag gestartet und ist Mitte bis Ende des Folgetages abgeschlossen. Während dieser Zeit ist das bisherige System im Nur-Lese Zustand weiterhin verfügbar, die Schnittstellen übermitteln aber auch keine Daten während dieser Zeit. Bei Bedarf erfolgt die Umstellung auch an einem Wochenende.

  1. Zum vereinbarten Zeitpunkt wird das System des Kunden in einen Nur-Lese Modus versetzt, damit die Daten migriert werden können.
  2. Der BESA QSys Supportpartner, Firma Interna, führt die Migration der Daten und die Bereitstellung auf der SaaS Kundenwebsite durch.
  3. Allfällige Schnittstellen werden ebenfalls umgestellt.
  4. Verschiedene Tests zur Anwendung und den Schnittstellen werden durchgeführt.
  5. Die SaaS Kundenwebsite wird freigegeben für den Kunden.

Start mit dem neuen System:

BESA QSys stellt den Kunden kostenlos Videoinhalte zur Verfügung, mit deren Hilfe die Neuerungen des Systems erläutert werden und der Umstieg auf die SaaS Plattform erfolgen kann. Bei Bedarf können auch zusätzliche Schulungen (Online oder vor Ort) gegen Aufpreis organisiert werden.

  1. Die AnwenderInnen des Kunden informieren Sich über die Videoinhalte selbständig über die neue SaaS Plattform.
  2. Die RAI Verantwortliche Person überprüft die bereitgestellte Umgebung auf Vollständigkeit und nimmt diese formell ab.
  3. Nach der Umstellung steht dem Kunden die übliche Supportadresse zur Verfügung zur Meldung von nachträglich aufgetauchten Problemen.
  4. Der Kunde erhält die Schlussabrechnung für geleistete Umstellungsarbeiten sowie das Upgrade auf das neue Lizenzmodell.

Heute speichert jede Institution ihre Daten i.d.R. in einer eigenen Datenbank ab. Für Firmengruppen oder Institutionen unter einer gemeinsamen Trägerschaft besteht beim Übergang auf RAIsoft.net die Möglichkeit, die Daten auf eine zentrale Datenbank zusammen zu führen. Dies verringert die Aufwände und den Zeitbedarf für die eigentliche Migration wesentlich. Die Aufwände für die vorgängige Zusammenführung der Daten werden gesondert und nach Aufwand angeboten. Deshalb kontaktieren wir alle Firmengruppen und Trägerschaften mit mehreren Institutionen im Vorfeld proaktiv zur Klärung dieser Frage.

Schnittstellen

Die bisherigen Admin-Schnittstellen A und B (Abrechnungs- und Bewohnerdaten) sowie PDok sind inhaltlich unverändert verfügbar. Zwecks Angleichung der Logik werden die AB-Schnittstellen künftig aber gesondert aufgeführt und verrechnet. Die C-Files Schnittstelle (Rückführung Abwesenheiten) ist nicht mehr verfügbar, da sie von den Kunden bislang nicht nachgefragt wurde.

Die Schnittstelle ePDok Admin (Stammblatt) wird zusammengeführt mit der Adminschnittstelle von RAIsoft. Barcomed, Momo sowie Leistungsplanung sind in Planung/Entwicklung. Medifilm wird neu konzipiert.

  • RAIsoft: Für die Kommunikation mit der SaaS-Plattform stellen wir entsprechende, lokal zu installierende, Dienste zur Verfügung. Aus Sicht der Drittsoftware-Anbieter bleibt technisch alles wie bisher.
  • ePDok: Die Schnittstellen basieren auf derselben SaaS-Plattform wie RAIsoft. Aus Sicht der Drittsoftware-Anbieter sind ebenfalls keine Änderungen zu erwarten.
  • RAIsoft: Drittanbieter schreiben wie bisher in Textfiles oder Datenbanktabellen. Unsere neuen Dienste stellen den Daten-Transfer von und zur Saas Plattform sicher.
  • ePDok: technische Details stehen noch nicht zur Verfügung.

Ja, die Saas-Plattform verfügt über ein umfangreiches Schnittstellenangebot auf Basis REST-API. Wenden Sie sich bei Fragen an die Projektleitung.

Elektronisches Patientendossier (EPD)

Das elektronische Patientendossier (EPD) ist eine Sammlung persönlicher Dokumente mit Informationen rund um die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner. Über eine sichere Internetverbindung sind diese Informationen jederzeit abrufbar. Alters- und Pflegeheime sind ab 2022 verpflichtet, die Gesundheitsinformationen ihrer Bewohnerinnen und Bewohner im EPD zugänglich zu machen. Das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier regelt die Rahmenbedingungen für die Einführung und Verbreitung des elektronischen Patientendossiers. Nähere Informationen hierzu finden sie hier . Hilfreiche Empfehlungen sind auch bei CURAVIVA verfügbar.

Wir gehen aktuell davon aus, dass die EPD-Anbindung in einem ersten Schritt primär für die Kunden mit der Pflegedokumentation ePDok relevant ist. Die Vorgabe ist der Austausch der behandlungsrelevanten Daten über das EPD, eine genauere Definition liegt unseres Wissens zurzeit noch nicht vor.

Wir schliessen uns der Empfehlung von CURAVIVA an die Institutionen an, in einem ersten Schritt nur die Minimalanforderungen zu erfüllenm und das Webportal der Stammgemeinschaft zu nutzen. Bereits mit der aktuellen ePDok Client-Version kann von den wichtigen «Berichten» einfach ein PDF erstellt und manuell über das Webportal ins EPD übermittelt werden.

Trotz der Empfehlung werden wir mit der ePDok.net Vollversion eine kostenpflichtige Option zur Tiefenintegration von ePDok.net ins EPD anbieten. Die Nutzung dieser Option wird mittelfristig vor allem für mittlere und grosse Institutionen den Datenaustausch erleichtern. Die Preise werden sich entlang der Grösse eines Hauses bewegen.

ePDok.net

Verschiedene Aspekte (u.a. die Integration ins EPD, die kurzfristige MiGel Umsetzung) haben dazu geführt, dass die Fertigstellung bis in den Sommer 2022 andauert. Im zweiten Quartal 2022 werden wir mit den wesentlichen Inhalten fertig sein und erste Pilotinstallationen bei ePDok Kunden durchführen können. ePDocLITE mit den Basisfunktionen (für kleine Institutionen bis 19 Betten geeignet) steht seit Februar 2022 zur Verfügung.

Inhaltlich und funktional wird ePDok.net in etwa denselben Umfang haben. Die moderne Oberfläche, die Geräteunabhängigkeit sowie die Integration mit RAIsoft.net in einer Oberfläche erleichtert künftig die Arbeit. So wird auch die neue Version von ePDok vollständig webbasiert sein und auf derselben SaaS Plattform laufen, auf der bereit RAIsoft.net (NH) und interRAI HC verfügbar sind. Dank der gemeinsamen Plattform ist die Administration für alle Module / Instrumente zentral an einem Punkt zusammengefasst. Für die Verwendung von ePDok.net ist zudem keine lokale Installation von Software mehr erforderlich, es ist auf allen gängigen Internet-Browsern (z.B. Chrome, Edge, Firefox, Safari) in der aktuellen Version lauffähig. Die Software ist zudem vollständig responsiv, d.h. sie passt sich automatisch dem Endgerät und dessen Bildschirmgrösse an, auf dem sie ausgeführt wird (z.B. Smartphone, Tablet, Notebook, PC).

Grundsätzlich sind einmal alle bisherigen Funktionen wiederum verfügbar, welche schon in der Client Server Version verfügbar waren. Dabei wurden viele Funktionen oder Listen optimiert im Vergleich zur bisherigen Version. So kann z.B. in einer Listenansicht mit einem Klick beliebig gefiltert und sortiert werden. Neu ist z.B. die Verfügbarkeit von sogenannten Dashboards zur kompakten Zusammenfassung und prominenten Bereitstellung von Informationen. Weitere geplante Funktionen sind die EPD-Anbindung (elektronisches Patientendossier) oder die Einbindung einer externen Dateiablage (z.B. SharePoint, OneDrive o.ä.).

Melden Sie Sich über diesen Link und wir stellen Ihnen ein individuelles Angebot für den Umstieg zusammen.

Mit ePDokLITE ist ein neues, kostengünstiges Angebot für kleine Institutionen bis 19 Betten, welche die Basisfunktionalität einer Pflegedokumentation nutzen möchten. Die ePDokLITE Version enthält die Kernelemente Stammblatt, Medikation, Pflegebericht, Pflegeplan (Standardplan und Individueller Plan), Agenda und Wund- und Hautprotokoll und erfüllt somit die Grundanforderungen bei der Begründung der Pflegeaufwandgruppen. Sie basiert auf derselben Plattform wie RAIsoft.net, bietet somit dieselben Vorteile (webbasiert, zentral bereitgestellt und gewartet) und ist natürlich optimal mit RAIsoft.net integriert. Die Anwendung ist wie RAIsoft.net in denselben drei Sprachen verfügbar.

Wie schon bei RAIsoft.net werden wir für ePDokLITE.net kostenlose Demotermine aufschalten. Für Bestandskunden mit ePDok, welche in die genannte Kategorie fallen, ist ein Übergang auf ePDokLITE.net möglich. Bitte melden Sie sich bei Bedarf bei uns über info@qsys.ch. Nähere Informationen finden Sie auf unserer Webseite.

Basisinstrumente

Mit der neuen webbasierten SaaS Plattform wird das neue Instrument interRAI HC Schweiz bereitgestellt. Die bisher auf der Client/Server Plattform verfügbare HC Version wird nicht auf der neuen Plattform zur Verfügung stehen. Beim Schritt auf die SaaS Plattform wechseln bestehende HC Kunden somit auf die neue interRAI HC Version.

interRAI LTCF wurde für die Schweiz angepasst und übersetzt. Die Intergration in RAIsoft.net wird vorausichtlich im August 2022 abgeschlossen sein. Bitte beachten Sie, dass interRAI LTCF nur auf der RAIsoft SaaS Plattform zur Verfügung stehen wird.

Lizenz & Preise

Die Preise für einen Wechsel auf RAIsoft.net sind einerseits abhängig von der Grösse der Institution (Bettenzahl im Langzeitbereich resp. Personen im ambulanten Bereich), andererseits von der Nutzung des Funktionsumfangs (NH, HC, ePDok, Schnittstellen). Pro Modul und pro Schnittstelle wird eine Gebühr für die Migration erhoben. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein entsprechendes Angebot.

Die Jahresgebühren für alle Produkte auf SaaS sind höher als die bisherigen Jahresgebühren einer Installation vor Ort. Verschiedene Gründe haben zu einer Erhöhung der Jahresgebühren geführt: Die moderne Technologie, die Plattform wird neu durch Q-Sys betrieben, die Aktualisierungen der Anwendungen (Updates) sind im Preis enthalten, höhere Abgaben an Lizenzpartner u.a.m. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein entsprechendes Angebot.

Melden Sie Sich über diesen Link und wir stellen Ihnen ein individuelles Angebot für den Umstieg zusammen.

Beim Übergang auf die SaaS Plattform entfällt das Lizenzfile, da die Einhaltung der vertraglich vereinbarten Lizenznutzung neu zentral überprüft werden kann. Die Abstufungen für die Jahreslizenzen sind neu in 10er Schritten ausgestaltet bis hin zur maximal erforderlichen Anzahl (9999), so dass die effektive Anzahl Betten / Personen an Wichtigkeit verliert.

Kontakt Projekt

Wir aktualisieren unsere FAQ Rubrik laufend. Prüfen Sie, ob Ihre Frage dort bereits einmal gestellt wurde. Ansonsten können Sie Sich an die E-Mail-Adresse webversion@qsys.ch wenden und wir nehmen Kontakt mit Ihnen auf.

interRAI LTCF Schweiz
  • interRAI: «inter» steht als Bezeichnung für die «Internationalität» der Instrumente und der Forscher-Community. Seit der neuen Instrumenten-Generation (2005) heissen die Instrumente jeweils «interRAI» (und nicht mehr «RAI»).
  • LTCF: steht für Long Term Care Facilities (=Langzeitpflege-Einrichtungen) und löst das bisherige «NH» (=Nursing Home) ab. Es ist die international benutzte Bezeichnung für das Instrument zur Abklärung der Menschen in Alters- und Pflegeheimen.
  • Schweiz: weil das internationale Instrument Schweizer Spezifitäten enthalten wird.
  • Mit der Umstellung auf interRAI kommen wir dem validierten internationalen Originalinstrument näher und die Schweizer Spezifitäten bleiben erhalten. Das heisst: Es gewährleistet für eine wissenschaftlich anerkannte Anwendungsqualität.
  • Es gibt einige neue Items und die Abstufungen bei den Kodierungen sind eindeutiger. Damit soll eine bessere Reliabilität erreicht werden. Das heisst: Die Aussagekraft des Assessments ist sehr zuverlässig.
  • Die Sammlung der unterschiedlichen Assessmentinstrumente von interRAI ermöglicht gleiche Themenbereiche in verschiedenen Settings identisch abzuklären (Core-Items). So kommt das Item «Bad, Dusche» sowohl im interRAI Community Mental Health Schweiz (Item H2h) wie auch im interRAI Home Care Schweiz (Item G2a) und auch im zukünftigen interRAI LTCF Schweiz (Item H1a) vor. Somit wird Gleiches, unabhängig vom Setting, gleich abgeklärt.
  • Die neuen CAPs (Clinical Assessment Protocols) und Skalen der interRAI-Instrumente werden dem heutigen Fachwissen gerechter. In den nächsten Jahren werden die Skalen und CAPs von einer internationalen Forschergruppe aktualisiert und die Schweizer Handbücher entsprechend angepasst.
  • Ein grosser Vorteil von interRAI sind die zahlreichen Skalen. Diese verbessern die Möglichkeiten, klinische Aussagen zu machen.
  • Die neue Dokumentationsphase wird sich von sieben Tagen auf drei Tage gemäss internationalem Standard reduzieren.
  • Mit dem «interRAI LTCF Schweiz Assessment» sind auch Anpassungen des aktuellen Pflegeaufwandgruppen-Algorithmus erforderlich, weil die Beobachtungsperiode teilweise geändert hat, einzelne Items anders skaliert wurden und weitere Items ganz wegfielen bzw. durch andere ersetzt wurden.
  • Der Grossteil des bestehenden Pflegeaufwandgruppen-Mechanismus bleibt allerdings gleich bzw. kann mit dem interRAI LTCF Schweiz praktisch identisch abgebildet werden (insbesondere CPS, ADL-Index von 4-18, Hauptgruppendefinitionen).

Wir haben im zweiten Quartal 2021 eine Informationsveranstaltung für die kantonalen Behörden zu den neuen interRAI-Versionen durchgeführt und einzelne Kantone haben den Wechsel auf interRAI LTCF bereits freigegeben. Bitte wenden Sie sich bei Fragen zur Situation in Ihrem Kanton an Ihren Kantonalverband.

Auf RAIsoft.net wird «interRAI LTCF Schweiz» voraussichtlich ab August 2022 ersten Kunden zur Verfügung stehen. Die vorgängige Migration auf RAIsoft.net ist für die Einführung von interRAI LTCF zwingende Voraussetzung.

RAI-D/N

Diese Abkürzung steht für „Resident Assessment Instrument für Tages oder Nachtpflege“.

Die beiden Buchstaben D/N stehen für die englischen Wörter „Day/Night“.

Das RAI-D/N ist ein eigens für die Schweiz im 2015 entwickeltes Finanzierungs- und Dokumentationsmodell. Es ist nicht Teil der interRAI – Instrumente, bleibt aber auch nach Einführung des interRAI anerkannt und kann weiterhin in die Praxis umgesetzt werden.

Die Institution muss die rechtlichen Voraussetzungen nach Art.39 Abs. 1 lit. a-c des KVG erfüllen und im Vorfeld eine ZSR-Nummer für die Anwendung von RAI D/N beantragen. Die Beantragung erfolgt über die Internetseite: www.sasis.ch

Die Institutionen benötigen eine besondere Bewilligung zum Durchführen von Tages- und Nachtstrukturen und einen Leistungsauftrag, wo der Kanton dies vorsieht.

Ist die Institution in einem Kanton, in dem ausschliesslich BESA als Bedarfsermittlungsinstrument zugelassen ist, wird grundsätzlich ein Entscheid des Regierungsrates benötigt, dass RAI-D/N als Basis für die Finanzierung zulässig ist.

Wenn keine RAI-Kenntnisse vorliegen wird empfohlen, dass im Vorfeld ein RAI-NH MDS-Koordinator/-innenkurs besucht wird, um die Zusammenhänge zu verstehen. Alternativ besteht die Möglichkeit eines spezifischen Coachings vor Ort.

Die Instruktion findet vor Ort statt. Als weitere Voraussetzung wird ein RAI-D/N-Handbuch benötigt.

Falls die Einrichtung schon mit RAI-NH arbeitet, wird ein Update der RAIsoft mit D/N-Lizenz benötigt. Die Lizenz muss dann ggf. bezüglich der Anzahl der D/N-Gäste erweitert werden. Ausserdem wird ein Einführungs-bzw. Anwendungscoaching für RAI-D/N benötigt.

  • Installation der Software RAIsoft inkl. Instruktion vor Ort (wenn neu)
  • Besuch eines RAI-NH - MDS-Koordinator/-innenkurses (wenn neu)
  • Update der Software RAIsoft mit Erweiterung RAI-D/N (wenn RAIsoft vorhanden)
  • Bestellung eines RAI-D/N Handbuches (mindestens ein Exemplar)
  • Besuch einer öffentlichen RAI-D/N-Anwenderschulung. Diese kann auch alternativ im Rahmen einer Einführung vor Ort erteilt werden bei mehreren Teilnehmenden der Institution.

Kontaktaufnahme per Telefon oder E-Mail mit der der Fa. Q-Sys AG mit der Bitte um Mitteilung Ihres Interesses an den Ressortverantwortlichen RAI D/N. Bitte geben Sie Ihre Telefonnummer an und notieren Sie sich im Vorfeld Fragen zu RAI D/N, damit diese telefonisch abgeklärt werden können.

  • Einführung des RAI-D/N in Ihrer Institution
  • Halbtägiger Kurs zum RAI-D/N
  • Zweistündige Online-Sitzung zur Klärung von Fragen bei gutem Vorwissen
  • Themenzentriertes Coaching vor Ort mit mehreren Teilnehmenden (bei wenig Vorwissen oder Wunsch des Wissens-Update)
  • Klärung von Einzelfragen über die Infoline der Fa. BESA QSys AG

Die D/N-Aufenthalter können im Pflegetagereport in der RAIsoft nicht abgebildet werden und die laufende Erfassung mit Eintritten, Austritten und Wiedereintritten wäre zu aufwändig. Wir empfehlen deshalb folgende Lösung für die Tagesaufenthalter:

  • Definieren Sie eine eigene Abteilung D/N-Aufenthalter in der RAIsoft
  • Erfassen Sie alle D/N-Aufenthalter in dieser Abteilung, ohne die zeitliche Nutzung abzubilden
  • Schliessen Sie die Abteilung D/N-Aufenthalter bei der Erstellung des Pflegetageberichts aus und berücksichtigen Sie deren Pflegetage für die Statistik ggf. manuell

Für D/N-Aufenthalter gibt es in RAIsoft keine Abklärungszusammenfassung.

Neue Pflegefinanzierung/Einführung Merkblatt 5.30

Gemäss Vorgabe in der KLV-Revision 2020 muss dem Finanzierungsmodell eine wissenschaftlich anerkannte Zeitstudie zugrunde liegen. Somit sind national nur mit Zeitstudien hinterlegten Finanzierungsmodelle, gültig, d.h. es wird zukünftig keine kantonalen Vereinbarungen (Merkblätter 5.19, 5.22, 5.27) mehr geben, sondern für RAI-NH nur noch das Pflegeaufwandgruppen-Merkblatt 5.30 mit dem CH-Index 2016. Fast allen Kantonen haben die neuen Finanzierungsmodelle RAI CH-Index 2016 (und seitens BESA Leistungskatalog 2020) eingeführt. Kunden in den Kantonen Bern, Glarus, Thurgau und Luzern wenden sich bitte für die Situation in ihrem Kanton an Ihren Kantonalverband.

Bitte fragen Sie bei ihrem Kantonalen Heimverband nach, da dies eine politische Entscheidung ist, auf die die Firma BESA QSys AG keinen Einfluss hat. Grundsätzlich kann man immer auf den Anfang eines Monats umstellen.

Nein. Die Entscheidungskompetenz liegt beim Kanton. Es ist aber von zentraler Bedeutung, dass die Krankenkassen vor der Umstellung am besten durch den kantonalen Heimverband informiert werden.

  • Anpassung der Minutenwerte entsprechend den neu ermittelten Ergebnissen der Curatime-Zeitstudie. 11 Pflegeaufwandgruppen sind höher und 2 Pflegeaufwandgruppen sind tiefer bewertet.
  • Neue Definition / Berechnung der RUGs
  • CPS als Differenzierung bei PD- und PE-Gruppe (aufwandgerechtere Bewertung von Bewohner/innen mit kognitiven Einschränkungen / Demenzabteilungen)
  • Neue Differenzierung PA1 (mit G1jA)

Nein. Die Umstellung passiert nur auf der «technischen Ebene». Bei der Umstellung wird in der RAIsoft automatisch ein «Korrektur-Assessment» bei jedem Bewohner eingespielt, das die Einstufung auf der Basis des neuen Finanzierungsmodells zeigt.

Der Zeitaufwand beschränkt sich auf die Informationsveranstaltung (ca. 3h) und das Update mit der Firma Interna. Dort wo sich durch die Umstellung neue Pflegeaufwandgruppen-Kriterien ergeben, sollte bis zur nächsten Einstufung die Pflegeplanung angepasst werden.

Ja

  • nur Umstellung auf CH-Index 2016: CHF 900.- / Heim
  • mit Update von RAIsoft: CHF 900.- + CHF 160.- / ca. 60 Min
  • mit Update von ePDok: CHF 900.- + Fr. 260.- / ca. 90 Min

Die Firma Q-Sys bietet mehrere Möglichkeiten für die korrekte Überführung in das neue Finanzierungsmodell an.

  • Öffentliche Zoom-Schulung, Dauer 2 Stunden
  • heiminterner Zoom-Instruktions-Workshop für max. 15 Teilnehmer mit fachlicher Projektbegleitung, Dauer 3 Stunden.

 

Details und Anmeldung über das Sekretariat unter 071 228 80 90 oder info@qsys.ch

 

Bitte beachten Sie:

Diese Veranstaltungen können jedoch erst stattfinden, wenn politisch, auf kantonaler Regierungsebene, «grünes Licht» für die Einführung gegeben wurde.